Crêpe auf Teller mit Schriftzug "la vie est belle"

Ein bisschen Frankreich auf dem Teller

Hochgeladen am 23.07.2017

Das erste Mal habe ich Crêpes in Frankreich gegessen. Ich weiß noch genau wie begeistert ich war. Dieser Geschmack wenn man in den hauchdünnen Teig gefüllt mit Nutella beißt und die Süßigkeit im Mund dahinschmilzt. Wenn ich nur daran denke bekomme ich Hunger. Die meisten Gerichte werden langweilig wenn man sie zu oft isst, Crêpes jedoch nicht. Ich habe jeden einzelnen Tag einen gegessen, als ich meine französisch Austauschpartnerin eine Woche lang besucht habe. Einen Crêpe in Dijon, einen in Lyon, einen hier und einen da. Es wurden quasi alle Crêpe-Stände in der Umgebung von mir ausprobiert. Sie waren alle lecker, aber keiner war so gut, wie der allererste Crêpe, den ich jemals gegessen habe. Denn den hatte meine Austauschpartnerin selbstgemacht. Dort habe ich auch Galettes, eine typische Variante in herzhaft, kennengelernt. Diese sind aus Buchweizenmehl und werden traditionell mit Käse, Schinken, Ei und manchmal auch Creme Fraiche gefüllt. Man kann den Inhalt aber auch je nach Belieben verändern. Für mich stand auf jeden Fall fest, dass ich einen Crêpemaker brauche um die Leckereien zu Hause nachmachen zu können. Es hat ein bisschen Zeit in Anspruch genommen, aber letztendlich habe ich den Richtigen gefunden. Er hat eine gute Qualität, also eine super Beschichtung. Deshalb braucht man nicht viel Fett, er wird schnell heiß und lässt sich leicht wieder säubern. Zusätzlich hat er zwei Aufsätze. Einen normalen, großen (dort mache ich die Galettes) und einen für zwölf kleine Crêpes (den benutze ich für die süße Variante). Diese eignen sich perfekt als Nachtisch, für Partys, zum Frühstück oder zum Picknick. Ich bin ziemlich zufrieden mit meinem Crêpemaker.

Das Rezept habe ich mir von meiner Austauschpartnerin besorgt und sofort ausprobiert.

GALETTES:

für 5 Personen

Zutaten:

– 4 Eier

– 250g Buchweizenmehl

– 500ml Wasser

– Salz

Mehr braucht man für den Teig nicht. Einfach die Eier aufschlagen und  Mehl, Wasser und Salz hinzufügen. Danach eine halbe Stunde ruhen lassen. Nun auf den Crêpemaker geben und Teig verteilen. Er muss hauchdünn sein. Für den klassischen Galette erst ein Ei aufschlagen und in die Mitte geben. Kurz warten und Käse drüberstreuen, danach den Schinken drauflegen. Die Seiten des Kreises so einklappen, dass ein Quadrat entsteht. Nun warten bis das Ei stockt und genießen. Das klappt erstaunlich gut. Am Anfang hatte ich Angst, dass das Ei nicht fest wird, meine Bedenken waren aber grundlos.

 

viereckiger Galette

 

Nun zum Nachtisch.

CRÊPES:

für eine groooße Portion

Zutaten:

– 100g Zucker

– 300g Mehl

– 475ml Milch

– Salz

– Nutella zum Füllen

Milch verrühren, währenddessen abwechselnd Mehl und Zucker hinzugeben. Dann eine Prise Salz hineinstreuen. Eine halbe Stunde ruhen lassen und nun ausbacken.

 

Leckerer Crêpe auf schönem Teller

 

Das ergibt so viele, dass man sie am Abend als Nachtisch  und am nächsten Tag zum Frühstück essen kann. Wenn man den Aufsatz mit den kleinen Crêpe-Förmchen benutzt, werden die Kreise wie bei Pfannkuchen gerollt. Verwendet man die große Platte, muss man den fertigen kreisförmigen Crêpe erst einmal so umklappen, dass man einen Halbkreis hat. Danach schmiert man auf das mittlere Drittel Nuss-Nougat Creme (und evtl. Bananen) und klappt die beiden seitlichen Drittel darüber. Am Ende sollte man die Form eines Dreiecks haben.

Der Teig von beiden Rezepten ist sehr flüssig. Das ist notwendig, damit das Essen so dünn wird. Denn gerade deswegen schmecken Crêpes und Galettes so genial!  Wenn ihr keinen Crêpemaker zur Hand habt, benutzt einfach eine Pfanne. Mit ein bisschen Übung gelingt euch das Gericht dort auch.

Ich hoffe es schmeckt euch so gut wie mir, meine Großeltern waren auf jeden Fall begeistert. Mit diesen Rezepten bekommt ihr original französisches Essen auch zu Hause auf den Teller.

Viel Spaß beim Genießen, Mara

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