Kartoffelauflauf

Italienischer Kartoffelauflauf

Hochgeladen am 30.12.2017

Heute ist Samstag, ein Tag vor Silvester und am Nachmittag erwarten wir Besuch. Ich bin spät aufgestanden und habe noch später gefrühstückt. Während der Rest der Familie die letzten Einkäufe tätigt, stehe ich schon wieder in der Küche. Um 11:35 Uhr. Ich koche das Abendessen. Das nenne ich mal Vorbereitung. So habe ich heute Abend, wenn die Gäste da sind, keine Arbeit mehr. Es ist ein Traum! Ich kann morgens schon kochen, neue Rezepte ausprobieren und habe ganz viel Zeit. Denn Zeitdruck ist das schlimmste beim Kochen, dann hat man gar keinen Spaß mehr.

 

ein Stück Kartoffelauflauf

 

Zu Weihnachten habe ich ein italienisches Kochbuch geschenkt bekommen. Eigentlich haben wir ja schon etliche Kochbücher, vorallem über Italien. Jedoch kocht man dort von Region zu Region völlig verschieden, deshalb sind in dem Buch ganz viele neue Rezepte. Ich habe mich schon sehr viel damit auseinandergesetzt. Erst wurden die Gerichte überflogen. Dann habe ich alle, die interessant klangen (was sehr viele waren), noch einmal genauer angeschaut. Irgendwann habe ich das Buch von hinten durchgeblättert und dann noch ein weiteres mal von vorne. Ich wollte in den Ferien unbedingt mindestens ein Gericht kochen. Erstens habe ich dann mein Weihnachtsgeschenk gleich genutzt und zweitens könnte ich dadurch mal was neues ausprobieren. Also habe ich meiner Familie klargemacht, dass ich heute Abend für das Essen zuständig bin. Es gibt italienischen Kartoffelauflauf nach Bauernart. Wir essen nicht oft Kartoffeln und noch seltener Auflauf, deshalb hatte ich total Lust dieses Gericht zu machen. Normalerweise werden die Kartoffeln in Scheiben geschnitten, das witzige an diesem Rezept ist, dass sie zu Brei gemacht werden.

 

Muskatnuss wird auf Kartoffelauflauf gerieben

 

Für acht Personen braucht man:
2kg vorwiegend festkochende Kartoffeln
130g Butter
60g Mehl
165g Parmesan
1l Milch
300g Prosciutto
Geriebenen Gouda
Muskatnuss
Kreuzkümmel
Salz
Pfeffer

Erst die Kartoffeln schälen und in grobe Stücke schneiden. Bei zwei Kilo ist das ein ordentliches Stück Arbeit. Für die Gnocchis von meinem letzten Eintrag musste ich das auch schon machen. Da habe ich, zum Leid meiner Mutter, für 1kg Kartoffeln eine Stunde gebraucht. Nun, ich muss sagen, ich bin besser geworden. Heute hat es nur 45 Minuten gedauert, dafür habe ich die doppelte Menge geschält. Langsam habe ich den Dreh raus. Obwohl es manchmal haarscharf war, habe ich es sogar geschafft mir nicht in den Finger zu schneiden. Nun müssen die Erdäpfel in Salzwasser gekocht werden. Danach durch eine Kartoffelpresse drücken, sodass man einen schönen Brei hat. Bisher war die Zubereitung genauso wie für die Gnocchis, ab jetzt unterscheidet sie sich. Nun macht man die Soße. Dazu die Butter schmelzen lassen. Das riecht gut! Als nächstes das Mehl hinzugeben, rühren und aufkochen lassen bis es schäumt. Jetzt die ganze Milch reinschütten, eine Minute köcheln lassen und glatt rühren. Danach unter Rühren 125g des Parmesans hinzugeben. Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Kreuzkümmel würzen. Den Prosciutto in feine Streifen schneiden. Nun eine Auflaufform buttern, ein Drittel des Kartoffelbreis hinein füllen und flach drücken. Ein Drittel der Soße draufgeben und verstreichen und 100g Schinken darüber legen. Dies nun drei mal wiederholen. Wenn man fertig ist mit dem Schichten den restlichen Parmesan und den Gouda auf den Auflauf streuen. Nun bei 220*C für 20-25 Minuten in den Ofen schieben.  Wenn man den Auflauf rausholt sollte er ein wenig blubbern und appetitlich gebräunt sein. Jetzt einfach genießen!

 

Kartoffelauflauf

 

Es war echt super lecker. Auch die Konsistenz ist genial, total cremig. Dieser Auflauf hat mich begeistert! Ich könnte ihn jeden Tag wieder essen. Auch beim Rest der Familie und beim Besuch kam er super an. Ruck zuck war die Auflaufform leer und alles aufgefuttert. Das ist ja das größte Kompliment für den Koch. Es hat mich echt gefreut, dass das Gericht allen so gut geschmeckt hat. Dazu ein frischer Salat als Beilage und auch die Gesundheitsbewussten sind glücklich. 😉 Dieses Rezept werde ich sicherlich noch öfter machen. Wenn der Rest aus dem Kochbuch genauso gut ist, dann wird das schnellst möglich durchgekocht. Guten Appetit,
Mara

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