Parma

Parma – die Schönheit Italiens

Hochgeladen am 30.06.2018

Ich liebe Italien! Deshalb habe ich mich auch mega auf drei Tage in Parma gefreut. Unter dem Namen habe ich mir eine typisch italienische Stadt vorgestellt, so wie ich es aus der Toskana eben kenne und liebe. Auch wenn man Parma gut vom Schinken kennt (und ich immer dachte es wäre ein richtig touristische Stadt), waren wir noch nie dort. Anscheinend auch sonst noch fast niemand aus meinem Umfeld, denn die meisten wussten bis aufs Land noch nicht einmal wo der Ort liegt. Für alle die sich darüber nicht im klaren sind: die Stadt befindet sich in Italien im Norden und liegt NICHT am Meer, sondern eher mittig mit einer leichten Tendenz nach Westen.

Ich war also voller Vorfreude, hatte in meinem Koffer drei Outfits (für jeden Tag eines) und habe die Autofahrt dorthin extrem genossen. Irgendwie liebe ich solche langen Fahrten, vor allem in ein so tollen Land. Wenn man dabei noch eine Hammer Landschaft und einen spektakulären Sonnenaufgang sieht, macht sie noch mehr Spaß. Gegen Mittag waren wir da. Parma wirkt super toll und italienisch, war aber im ersten Moment ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe. Im Gegensatz zu Siena, Florenz und Co kam mir diese Stadt fast ein wenig „verschlafen” vor. Es war viel weniger los. Und wisst ihr woran das liegt? Dort sind keine Touristen… Es ist einfach Italien pur, alles total authentisch. Sehr chaotisch, sehr viel Charme und sehr lecker. Das hab ich auch festgestellt, als ich mich auf der Straße auf Stühle gesetzt habe, welche zu einem einfachen Restaurant gehört haben, und dort eine leckere Parmigiana genießen konnte.

 

Prosciutteria

 

Parma und das Essen

Die größte Sehenswürdigkeit in Parma ist das Essen. Es ist eine Stadt voller Genuss. In fast jedem Laden kann man essen und überall richtig gut! Besonders auffällig sind die vielen Panetterien, welche frisches Gebäck verkaufen. In Pasticcerien findet man kleine Törtchen und lauter süße Kleinigkeiten und dann gibt es noch etliche Eisdielen. Und natürlich Prosciutterien und Salumerien. Hier findet man riesige Laibe an Parmesan übereinander gestapelt. Die Verkäuferin erklärt einem in rasantem italienisch welcher Käse wie lange gereift hat und wie er jetzt schmeckt. Außerdem gibt es hier Parmaschinken und zwar viele verschiedene, welche von teuer bis sehr teuer reichen. An der Frischetheke findet man Käsesorten wie Burrata und leckere Antipasti.

Auch das restliche Essen war gut. Egal ob Pasta (üblich sind hier Ravioli mit Kräuter- oder Kürbisfüllung), Parmigiana oder Focaccia. Es war immer göttlich. Vor allem letzteres hat mich begeistert. So eine unvorstellbar leckere, italienische Focaccia zum Frühstück während man das Treiben auf der Straße beobachtet, ist einfach genial. Das bedeutet für mich irgendwie Italien.

 

Das Eis

Als ich den Namen der „Eis wie es einmal war” gelesen habe, war ich sehr neugierig. Und ich muss sagen, ich habe noch nie in meinem Leben so gutes Eis gegessen (und das muss was heißen, denn ich esse es andauernd). Anders als üblich wurde die cremige Masse nicht aufgetürmt, stattdessen konnte man es gar nicht sehen. Nachdem man die Kugeln bestellt hat (in meinem Fall Kaffee, Pistazie oder Joghurt mit Mango-Maracuja-Püree und Haselnuss — eine super Wahl!), wurde aus silbernen Gefäßen, welche mich ein wenig an Milchkrüge erinnert haben, das Eis geholt und kunstvoll drapiert. Es war so unglaublich cremig, frisch und lecker! Einfach nur traumhaft! Man hätte alles bestellen können und es wäre super gewesen. Außerdem war die Mischung aus klassischen und ungewöhnlichen Sorten perfekt. Als erstes habe ich Haselnuss und Kaffee probiert. Ich hätte niemals gedacht, dass Eis sooo gut sein kann. Besonders begeistert hat mich auch griechischer Joghurt mit Mango und Maracuja. Es war einfach eine weiße Masse, die nach meiner Bestellung mit frischem Fruchtpüree vermengt wurde. Schon alleine das Eis ist eine Reise nach Parma wert.

 

parmanacht_blog

 

Die Stadtmitte

Wie ihr seht wurde in Parma viel gegessen und genossen. Ansonsten habe ich mich größtenteils im Kern der Stadt aufgehalten, welcher sich um den Piazza Garibaldi erstreckt. Von ihm aus gehen die Hauptstraßen und einige Fußgängerstraßen. In diesen kann man natürlich viel essen, aber auch andere Sachen einkaufen. Die Läden in der Stadt sind super süß. Es gibt zwar auch einen H&M, aber ansonsten sind die Geschäfte meist sehr individuell und schnuckelig. Es gibt dort Sachen, welche man in Deutschland niemals finden würde und man kann Ewigkeiten schauen, ohne die ganze Zeit das gleiche zu sehen. Zudem reihen sich neben die Klamottenläden auch süße Drogeriemärkte, Kochzubehör, ein spezialisierter Backladen, Bio Duschprodukte, Sockengeschäfte, Brautmoden, Luftmatratzen, Märkte und vieles mehr. Man findet alles was man zum Leben, Bummeln und Spaß haben braucht.

Besonders abends/ nachts, wenn es dunkel wird und überall die Lichter brennen ist es toll in der Stadt. Die Italiener sitzen in Restaurants oder Bars und kaufen sich nach dem Essen noch ein Eis. Es ist ein angenehmes Treiben in den Straßen und die Stimmung ist ganz besonders!

 

Die Sehenswürdigkeiten

Ich gebe zu, dass ich nicht wirklich viele Sehenswürdigkeiten angeschaut habe. Viel mehr bin ich einfach durch die Straßen geschlendert und habe die Zeit dort genossen. Denk also nicht, dass es mit den zwei drei Sachen die ich euch jetzt vorstelle vorbei wäre und Parma nichts mehr zu bieten hätte.

Der Dom dort ist sehr beeindruckend. Man kommt von einem ruhigen Platz und sieht eine schlichte Kirche. Ohne große Erwartungen geht man hinein und dann das: WOW! Innen ist er wunderbar verziert, prunkvoll ausgebaut und einfach schön! Auf diese Idee kommt man beim Anblick der Fassade gar nicht. Diese wunderschöne Überraschung muss man sich einfach gönnen. Direkt nebenan ist das Baptisterium. Es sticht durch seine ungewöhnliche achteckige Form hervor. Außerdem gibt es einen riesigen Platz voller Gras auf dem eine Art Ruine ist. Erhalten sind Mauern mit großen Torbögen und ein Innenhof. In den Räumen befindet sich ein Museum. Wenn dort nichts los ist, wirkt das was von dem Gebäude noch übrig ist ein wenig unheimlich. Sobald dort jedoch Menschen entlang laufen macht es einfach einen coolen Eindruck.

 

Dom in parma

 

Die Mentalität

Parma ist einfach so italienisch. In jeder Faser dieser Stadt steckt Italien. Dass keine Touristen dort waren (im Juni), hat mich überrascht und begeistert. Alles versprüht einfach so viel Authentizität. Das merkt man schon morgens in der Bar, wenn man erst zahlt und dann bestellt um seinen Cappuccino im stehen am Tresen zu trinken. Man merkt es in den Geschäften wo die Verkäufer in schnellem italienisch auf einen einreden. Und am Essen, dass in jedem Restaurant einfach so gut und ehrlich ist. An der Großzügigkeit der Einwohner und auch an der chaotischen und liebenswerten Mentalität der Menschen.

Am liebsten würde ich noch mehr schreiben, aber das wäre dann zu lang. Ich hoffe man hat gemerkt, dass Parma ein echter Geheimtipp ist. Ich glaube gerade drei Tage waren perfekt. Vielleicht konnte ich euch die Seele dieser Stadt ein wenig näher bringen. Für alle Italienfans ist Parma auf jeden Fall einen Stopp wert. Denn die Stadt hat weit mehr zu bieten als Schinken (dieser soll jedoch auch sehr gut sein). Ich freu mich jetzt schon mal auf meinem nächsten Italien Aufenthalt.

Mara

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