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Spaß und Leid – unser Essen

Hochgeladen am 22.07.2018

Normalerweise lichte ich Essen nur ab um euch ein Rezept vorzustellen und ein Gericht zu zeigen. Für dieses Eintrag habe ich jedoch einfach nur Gemüse fotografiert. Es gibt kein Rezept oder ähnliches. Ich wurde nämlich von einer Bloggerin auf Instagram inspiriert und das hat mich dazu veranlasst mal in anderer Weise kreativ mit Lebensmitteln umzugehen. Die Fotos an sich gingen ratz fatz und waren auch nur der Anfang. Der aufwendige Teil war das Bearbeiten. Denn aus den einzelnen Gemüse-Bildern sind kleine Comics und witzige Szenen entstanden. So haben die Tomaten, Zwiebeln und Co eigene Gesichtsausdrücke, Gedanken und können reden. Sich diese kleinen Gespräche und Situation auszudenken hat sehr viel Spaß gemacht und irgendwie finde ich die Bildchen echt süß. Durch die Nachbearbeitung hat das Gemüse irgendwie eine Art Persönlichkeit bekommen.

 

Zwiebel Comic

 

Einige Tomaten wurden zu einem Familienfoto, es gibt Fußballzwiebeln, einen verdutzen Kürbis und eine Paprika die sich im Schnee wohlfühlt. Ich hätte immer so weiter machen können. Schon während dem Fotografieren sind in meinem Kopf unzählige Ideen und verschiedene Szenen herumgeschwirrt. Letztendlich habe ich mich dafür entschieden, da alle relativ unterschiedlich sind. Die Tomaten und der Kürbis sind übrigens aus unserem Garten. Das finde ich so toll. So schmecken Lebensmittel gleich viel besser. Außerdem ist das Gemüse dadurch regional, biologisch, ehrlich, … Baut ihr auch so gerne selbst Gemüse an? Noch einmal vielen Dank an meine Inspirationsquelle @you_did_pumpkinlove. Für so etwas ist Instagram doch sehr toll. Aber über die Vor- und Nachteile dieser App kann ich ein andermal reden.

 

Kürbis Comic

 

Denn eigentlich liegt mir etwas anderes, viel wichtigeres, auf dem Herzen. Diese Fotos wollte ich euch nur zeigen, da es so viel Spaß gemacht hat. Die positive Stimmung die sie ausstrahlen passt nun aber gar nicht mehr, also gibt es im weiteren Post auch keine Bilder mehr. Neben diesem Spaß gibt es nämlich auch großes Leid rund ums Essen. Wir haben letztens in der Schule Ausschnitte aus dem Film „We feed the world” gesehen. Es geht um die Essensindustrie. Es war schrecklich. Obwohl der Film schon einige Tage her ist, beschäftigt er mich immer noch so. Man hat Bilder der Massentierhaltung gesehen, die mich jedes mal aufs Neue schockieren und entsetzen. Es wurde gezeigt wie Unmengen kleiner, süßer, unschuldiger Küken gnadenlos umgebracht werden, nur weil sie männlich waren und deshalb später keine Eier liefern. Das ist so schlimm. Dann wurde gefilmt wie Hühner bei lebendigem(!) Leibe kopfüber an eine Art Fließband gehangen wurden und ihnen der Kopf an einem Schneideblatt abgetrennt wurde. Überall war Blut. Teilweise hat dieses Schneideblatt noch nicht einmal gescheit geschnitten, sodass der Kopf noch halb am Körper gebaumelt hat. In diesem Moment habe ich die Augen geschlossen. Die Bilder sind ekelhaft und widerlich. Die Taten sie grausam und ja, unmenschlich! Das habe ich einfach nicht mehr ausgehalten. Wieso tut man so etwas Tieren an, wie kann man das verantworten? Und wieso lassen wir so etwas überhaupt zu? Dadurch tragen wir doch irgendwie eine Mitschuld. Auch wenn dieser Anblick so unbeschreiblich schrecklich war, auch wenn ich beim Tod der Küken fast zu weinen angefangen habe und auch wenn mir von den mehr oder weniger kopflosen Hühnern schlecht geworden ist, war es wirklich richtig die Augen zu schließen? Eigentlich sind solche Filme brutal wichtig um die Menschheit aufzuklären und wenigstens ein bisschen was zu verändern. Denn dieses ganze Leid passiert nur gerade weil die ganze Welt die Augen schließt und weil alle wegschauen. Wenn man diesesn unvorstellbar schlimmen Umgang mit den Tieren nämlich versucht zu begreifen/ hinzuschauen ist es unertragbar.

Genau deshalb ist es wichtig, dass alle die Augen offen lassen und genau zusehen. Denn nur dann ist es möglich etwas zu ändern. Dann kann man erreichen, dass Tiere nicht mehr so grausam umgebracht werden. Das passiert nämlich nicht nur den Hühnern. Viele sagen, dass es nur natürlich ist Tiere zu essen. In der Natur war es immer so, man war Jäger und gejagter. Teilweise kann ich diesen Gedankengang sogar nachvollziehen. Theoretisch ist es vielleicht natürlich hin und wieder mal Fleisch zu essen. Aber das? Dieses Verhalten hat nichts mehr mit Natur zu tun. Dieser Umgang und die Haltung der Lebewesen ist einfach nur respektlos und grausam.  Bei dem Film war ich froh, dass ich als Vegetarierin dafür sorge, dass dieses Leiden wegen mir nicht mehr verstärkt wird!

Mara

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