Linsensalat mit gebackener Aubergine

Linsensalat mit gebackener Aubergine

Hochgeladen am 5.09.2019

Ich war einen Monat in Berlin, was echt schön war, aber davon erzähle ich euch ein andermal mehr. Jedenfalls habe ich unter eher unluxuriösen Umständen gekocht. Es gab keinen Backofen, nur zwei Herdplatten und kaum Ablagefläche. Das hat immer zu einem gewissen Chaos geführt, aber es ging irgendwie. Eigentlich hatte mich das noch nicht einmal wirklich gestört.

Leider (und daran bin ich selbst schuld) gab es fast jeden Tag Nudeln mit Gemüse, Reis mit Gemüse oder aber, wenn ich ganz viel Abwechslung wollte, Quinoa mit Gemüse. Ich dachte ja immer so Zeug mit Gemüse wird nie langweilig… Doch wird es.

Das hat zu zwei Sachen geführt: Einerseits hatte ich irgendwann keine Lust mehr darauf sondern wollte etwas gesundes, frisches. Also bin ich in den Supermarkt marschiert und habe mir mit sehr viel schlechtem Gewissen einen in Plastik eingepackten Linsensalat gekauft. Da muss ich schon sehr komisch drauf gewesen sein, denn ich hasse Linsen! Dachte ich zumindest. Aber als ich den Salat dann probiert habe fande ich ihn so unglaublich lecker, dass ich mir noch einen gekauft habe.

 

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Neben meiner plötzlich entdeckten Liebe zu Linsen, hatte ich durch den Monat in einer mini Küche auch mal wieder Lust einfach richtig viele Leckereien mit Muße (und Backofen) zu kochen. Also habe ich mir wieder daheim ein Kochbuch von Yotam Ottolenghi geschnappt und es zweimal komplett durchgeblättert. Am liebsten würde ich alles da draus kochen, das nehme ich mir dann auch immer vor. Aber nachdem es so viele Kochbücher gibt wo ich am liebsten alles draus kochen würde, habe ich das noch nie durchgezogen. Tadaaa… Meine Wahl ist auf einen Linsensalat gefallen. Mit gebackener Aubergine, wie denn auch sonst. 🙂

Es war unglaublich lecker! Sogar noch besser als der aus dem Supermarkt. Wäre aber auch echt traurig gewesen wenn nicht. Es ist aber kein Rezept was man so schnell schnell macht wie ich feststellen musste. Lohnen tut sich der Aufwand aber allemal! Probiert es selbst aus…

Für zwei Personen:

2 mittlelgroße Auberginen

100g kleine dunkle Linsen

3 kleine Möhren

3 Stangen Staudensellerie

8 Cocktailtomaten

1 große Hand voll Petersilie

1 Lorbeerblatt

2 Zweige Thymian

1/2 weiße Zwiebel

1,5 EL Rotweinessig

2 El Olivenöl

1 Prise Zucker

2 EL Crème fraiche

Salz, Pfeffer

 

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Die Auberginen mit einem scharfen Messer rundherum mehrmals einstechen und auf einem mit Alufolie bedecktem Backblech bei 180*C 45-60 Minuten backen, bis sie schrumpelig ausschaut. Währendessen immer mal wieder wenden. Am besten mit einem Messer hineinstechen um zu schauen ob sie innen schon schön weich ist. Längs aufschneiden, mit einem Löffel das Fruchtfleisch herausschaben und ca 15 Minuten in einem Sieb abtropfen lassen. Nun mit 1/2 EL Rotweinessig und reichlich Salz und Pfeffer abschmecken.

In der Zwischenzeit die Linsen mit einer grob gehackten Karotte, einer grob gehackten Stange Sellerie, der halben Zwiebel, dem Lorbeerblatt und dem Thymian in reichlich Wasser für ca. 25 Minuten gar kochen. Das Wasser abschütten und Karotte, Sellerie, Lorbeerblatt, Zwiebel und Thymian wieder entfernen. Die Linsen mit 1EL Rotweinessig, 1 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer würzen.

Den Backofen auf 140*C stellen. Die restlichen Karotten und Selleriestangen in Würfel schneiden, die Tomaten halbieren. Alles mit 1 El Olivenöl, einer Prise Zucker und Salz vermengen und ca. 20 Minuten im Ofen backen.

Das Gemüse zu den Linsen geben, die Petersilie hacken und ebenfalls untermischen. Bei Bedarf nachwürzen. Zum Servieren mit dem Fruchtfleisch einer Aubergine und 1EL Crème fraiche toppen.

 

Linsensalat mit gebackener Aubergine

 

Ich finde dieses Gericht unglaublich lecker. Die gebackene Aubergine macht aus einem langweiligen Linsensalat ein richtig raffiniertes und spannendes Gericht. Der Rotweinessig verleiht dem Ganzen eine angenehme Säure steht aber nicht im Vordergrund, durch die Petersilie kommt Frische hinzu und dank den Karotten und Tomaten gibt es auch einen Hauch von Süße. Die einzelnen Komponenten sind jedoch schön ausgewogen und nichts tritt zu stark hervor.

Das ist das perfekte Gericht für alle Linsen Fans. Aber auch für alle, welche die Hülsenfrüchte gar nicht mögen und plötzlich eine spontane Liebe dafür entwickeln. Ich werde damit auf jeden Fall noch öfter herumexperimentieren!

Mara

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